Wohnungsbau

Wohnungsbau war schon vor Ankunft der Flüchtlinge ein Thema. Da sich der Flächenbedarf pro Einwohner stetig erhöht, können zumindest Kommunen in nachgefragten Wohngegenden ihre Einwohnerzahl da-durch halten, dass immer mehr Wohnfläche zur Verfügung gestellt wird. Das will man in Ettlingen natürlich auch, um Schwimmbäder, Buslinien usw. weiterhin finanzieren zu können. Andere Kommunen im ländlicheren Raum werden ihre Einwohnerzahl nicht halten können und dadurch Infrastruktur verlieren.

Wohnten vor 30 Jahren noch 5 Personen in einer 100 qm-Wohnung, sind es heute meistens nur noch 2 Personen. Der Eindruck Wohnen werde immer teurer, stimmt also nicht. Wäre es wirklich so, müsste der durchschnittliche Flächenbedarf pro Person sinken.

Soweit die Statistik.

Wahr ist leider aber auch, dass Viele auf dem Wohnungsmarkt mit steigenden Flächen und steigenden Mieten nicht mithalten können. Familien, die mehr als die durchschnitt-lichen 1,5 Kinder haben, verzichten jahrelang auf Ein-kommen und brauchen daher Wohnungen, die nicht nur groß sind, sondern auch von mehreren Personen bewohnt werden können.
Solche Wohnungen zu bauen, ist also Pflicht – aber bitte nicht, um anders nicht vermarktbare Flächen zu nutzen, und bitte vernünftig belichtet und belüftet.

Bertold Zähringer